Discussion:
in root-Skript thunderbird als Benutzer starten
(zu alt für eine Antwort)
Albrecht Mehl
2021-03-05 08:29:34 UTC
Permalink
opensuse 15.2

In einem Skript zur Datensicherung auf einer externen Festplatte wird
als Erstes thunderbird durch pkill beendet, damit dessen aktueller Stand
gesichert wird. Am Ende des Skripts nach der Sicherung wird thunderbird
wieder gestartet. Er ist dann aber ein root-Thunderbird mit englischen
Beschriftungen.

Wie muss die Zeile für den Thunderbird-Start lauten, damit es
ein Benutzer [am] -Thunderbird wird?

A. Mehl
--
eBriefe an| mehlBEIiesyPUNKTnet
1 kWh ⩯ 0,5 kg Steinkohle ⩯ 1,5 kg CO2
1 W dauernd 7/24 ≈ 10 kWh/Jahr ⩯ 5 kg Steink./Jahr ⩯ 15 kg CO2/Jahr
Helmut Waitzmann
2021-03-05 13:28:14 UTC
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Post by Albrecht Mehl
opensuse 15.2
In einem Skript zur Datensicherung auf einer externen Festplatte
wird als Erstes thunderbird durch pkill beendet, damit dessen
aktueller Stand gesichert wird. Am Ende des Skripts nach der
Sicherung wird thunderbird wieder gestartet. Er ist dann aber ein
root-Thunderbird mit englischen Beschriftungen.
Daraus, dass der neue Thunderbird dann unter «root» läuft, vermute
ich, dass das Skript ebenfalls unter «root» läuft.  Richtig? 

Es ist immer schwierig bis unmöglich, aus einer «root»‐Umgebung
heraus ein Programm unter der Kennung eines an einer grafischen
Sitzung eingeloggten Anwenders so zu starten, dass es Teil der
grafischen Sitzung wird. 

Leichter ist es, in einer grafischen Sitzung ein Shell‐Skript (mit
Hilfe der Autostart‐Funktionen des Desktop‐Systems) unter der
Kennung des Anwenders und in diesem Shell‐Skript dann gewisse
Kommandos unter einer «root»‐Umgebung zu starten. 

Überlege Dir, ob das nicht eine Möglichkeit für Dich wäre. 
Post by Albrecht Mehl
Wie muss die Zeile für den Thunderbird-Start lauten, damit es
ein Benutzer [am] -Thunderbird wird?
War das nicht schon mal Thema hier oder in einer verwandten Gruppe? 
Ich gebe wieder dieselbe Antwort wie damals: 

Ganz kurz:  Das funktioniert nicht. 


Länger: Der Thunderbird braucht eine X11‐, besser aber eine volle
Desktop‐Umgebung.  Mir ist nicht bekannt, wie man von außen einen
Programmstart in eine laufende Desktop‐Umgebung hineinbekommt. 

Mindestens gibt es dazu keine desktop‐unabhängige Lösung, vermutlich
bieten nicht einmal die verschiedenen Desktop‐Umgebungen je eine
eigene an. 

Außerdem bleibt die Frage:  Was geschieht mit den anderen Teilen der
laufenden Desktop‐Umgebung?  Sollen die nicht mitgesichert werden? 
Für eine konsistente Sicherung hätten die es genau so nötig, zuvor
beendet zu werden. 

=> Soll die Sicherung wirklich konsistent sein, empfiehlt es sich,
sich vor der Datensicherung auszuloggen.  Soll die Datensicherung
nicht nur das Home‐Verzeichnis, sondern weitere im System
vorliegende Daten umfassen, wäre sogar vor der Sicherung ein
Übergang in die Maintenance‐ oder Single‐User‐Betriebsart
zu überlegen. 
Stefan Kanthak
2021-03-05 17:25:19 UTC
Permalink
"Helmut Waitzmann" <***@xoxy.net> schrieb:

Ist Dein Killfile kap0tt?
Solche Trottel^WKommunikationsverweigerer WOLLEN KEINE ANTWORTEN!

Stefan
--
<https://www.duden.de/rechtschreibung/Kanthaken>
Albrecht Mehl
2021-03-06 08:04:56 UTC
Permalink
Post by Stefan Kanthak
Ist Dein Killfile kap0tt?
Solche Trottel^WKommunikationsverweigerer WOLLEN KEINE ANTWORTEN!
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Post by Stefan Kanthak
Stefan
Es soll auch Leute, die die Signatur lesen, geben.

A. Mehl
--
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Juergen Ilse
2021-03-06 08:43:24 UTC
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Hallo,
Post by Albrecht Mehl
Post by Stefan Kanthak
Solche Trottel^WKommunikationsverweigerer WOLLEN KEINE ANTWORTEN!
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Es soll auch Leute, die die Signatur lesen, geben.
... genau wie Leute, die beim Newslesen die Signatur ausblenden lassen
oder Leute, die keinen Bock auf kindische ratespielchen haben ...

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
Helmut Waitzmann
2021-03-06 18:11:55 UTC
Permalink
Post by Albrecht Mehl
Post by Stefan Kanthak
Solche Trottel^WKommunikationsverweigerer WOLLEN KEINE ANTWORTEN!
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Worauf Stefan hinaus will:  Wenn Du im «From»‐Vorspannfeld eine
Adresse angibst, an die man keine Nachrichten zustellen kann (etwa,
um Spammern Deine wirkliche Adresse nicht zu verraten), solltest Du
zusätzlich im «Reply-To»‐Vorspannfeld eine Adresse angeben, an die
man Nachrichten zustellen kann. 

Es ist in der Tat ein Unterschied, ob eine Adresse im «From»‐ oder
im «Reply-To»‐Vorspannfeld sitzt:  Der Inhalt des
«From»‐Vorspannfelds ist im sogenannten Overview‐ (also Überblicks‐)
Datensatz enthalten, den der Newsserver dem Newsreader auf Anfrage
herausgibt. 

Der Overview‐Datensatz enthält die Inhalte (u. a.) der «From»‐ und
«Subject»‐Vorspannfelder aller Beiträge einer News‐Gruppe.  Der
Inhalt des «Reply-To»‐Vorspannfelds ist nicht darin enthalten. 

Natürlich ist der Overview‐Datensatz ein gefundenes Fressen für
Spammer. 

Meine Erfahrung:  Meine im «From»‐Vorspannfeld genannte
E‐Mail‐Adresse wird (ab und zu) bespammt, meine im
«Reply-To»‐Vorspannfeld genannte E‐Mail‐Adresse nicht. 

Überlege Dir, ob das nicht auch für Dich eine Option wäre, so
vorzugehen. 

Für weitere Diskussion, ob das sinnvoll ist, schlage ich einen Umzug
nach «de.soc.usenet» vor. 

Falls Du an technischer Hilfestellung, wie das in Deinem Newsreader
Thunderbird zu bewerkstelligen wäre, interessiert bist, wäre ein
Followup-To nach «de.comm.software.mozilla.mailnews» sinnvoll. 
Albrecht Mehl
2021-03-06 10:56:38 UTC
Permalink
Danke für die Antwort.
Post by Albrecht Mehl
opensuse 15.2
In einem Skript zur Datensicherung auf einer externen Festplatte wird
als Erstes thunderbird durch pkill beendet, damit dessen aktueller
Stand gesichert wird. Am Ende des Skripts nach der Sicherung wird
thunderbird wieder gestartet. Er ist dann aber ein root-Thunderbird
mit englischen Beschriftungen.
Daraus, dass der neue Thunderbird dann unter «root» läuft, vermute ich,
dass das Skript ebenfalls unter «root» läuft.  Richtig?
J; ich entschuldige mich dafür, dass ich das nicht geschrieben habe.
Es ist immer schwierig bis unmöglich, aus einer «root»‐Umgebung heraus
ein Programm unter der Kennung eines an einer grafischen Sitzung
eingeloggten Anwenders so zu starten, dass es Teil der grafischen
Sitzung wird.
Leichter ist es, in einer grafischen Sitzung ein Shell‐Skript (mit Hilfe
der Autostart‐Funktionen des Desktop‐Systems) unter der Kennung des
Anwenders und in diesem Shell‐Skript dann gewisse Kommandos unter einer
«root»‐Umgebung zu starten.
Überlege Dir, ob das nicht eine Möglichkeit für Dich wäre.
Das Skript lautet:

------------------------------------------------------

#!/bin/bash

#AKTUELLE WOCHE
#Skript woche

mount /sisus1
pkill thunderbird

echo =======================================================
echo
export LC_TIME="de_DE";echo Anfang $(date +"%a %d.%m.%Y %H:%M")
BEGIN=$(date +%s)
/usr/bin/rsnapshot woche
/usr/sbin/smartctl -A /dev/sda
df -H
echo
export LC_TIME="de_DE";echo Ende $(date +"%a %d.%m.%Y %H:%M")
NOW=$(date +%s)
DIFF=$(($NOW - $BEGIN))
HOUS=$(($DIFF / 3600))
MINS=$((($DIFF % 3600) / 60))
SECS=$(($DIFF % 60))
echo " - Dauer: `printf %02d $HOUS`:`printf %02d $MINS`:`printf %02d $SECS`"
echo
echo ========================================================

krusader --left /sisus1 --right /sisus1/woche.0/localhost 2>/dev/null
xdotool key ctrl+F1
thunderbird &
umount /sisus1

-----------------------------------------------------------

Der springende Punkt beim Starten aus dem Benutzer-Terminal heraus ist
das Ein-/Aushängen der externen Festplatte /sisus1, das mit der Meldung

Nur root kann das tun

verweigert wird. Und das, obwohl im Konfigurationswerkzeug yast2 von
opensuse 15.2 bei den fstab-Optionen

- Durch Benutzer einhängbar
- Nicht beim Systemstart mounten

gewählt sind. Die /etc/fstab lautet:

------------------------------------------

UUID=53415ac3-cde5-4c00-9e4e-ab83a56f19e5 / ext4
acl,user_xattr 0 1
/dev/lvmgrp/lvmvirtbox /lvmvirtbox xfs defaults
0 0
/dev/lvmgrp/lvmvideos /lvmvideos ext4 defaults
0 2
/dev/lvmgrp/lvmkaffscan /lvmkaffscan ext4 defaults
0 2
/dev/lvmgrp/lvmfotos /lvmfotos ext4 defaults
0 2
/dev/lvmgrp/lvmhome /home ext4
data=ordered 0 2
UUID=D448-C082 /boot/efi vfat defaults
0 2
/dev/sdb5 /sisus1 ext4
user,noauto,data=ordered 0 2

---------------------------------------------------------

Hier geht es um die beiden letzten Zeilen.

Kann die fstab so geändert werden, dass /sisus1
doch aus dem Benutzer-Skript heraus eingehängt
werden kann?

Dankbar

A. Mehl
--
eBriefe an| mehlBEIiesyPUNKTnet
1 kWh ⩯ 0,5 kg Steinkohle ⩯ 1,5 kg CO2
1 W dauernd 7/24 ≈ 10 kWh/Jahr ⩯ 5 kg Steink./Jahr ⩯ 15 kg CO2/Jahr
Werner Dominikowski
2021-03-06 12:52:05 UTC
Permalink
Hallo
Post by Albrecht Mehl
mount /sisus1
          Kann die fstab so geändert werden, dass /sisus1
          doch aus dem Benutzer-Skript heraus eingehängt
          werden kann?
besser andersrum, /sisus1 gehört sicherlich root, mounte es doch in den
Bereich der dem User gehört, zB /home/albrecht/sisus1 oder unter /media/

Servus, Werner
Thomas Orgelmacher
2021-03-06 14:59:14 UTC
Permalink
Es ist immer schwierig bis unmöglich, aus einer «root»‐Umgebung heraus ein
Programm unter der Kennung eines an einer grafischen Sitzung eingeloggten
Anwenders so zu starten, dass es Teil der grafischen Sitzung wir
Man nehme ein Skript:

#!/bin/sh
export DISPLAY=:0.0 # oder welches Display es auch immer sein soll
export XAUTHORITY=/home/<user>/.Xauthority
thunderbird &

Und starte es mit

su - <user> <skript>

Echte Raketentechnik...


Gruß, Thomas
--
I have seen things you lusers would not believe. I've seen Sun
monitors on fire off the side of the multimedia lab. I've seen
NTU lights glitter in the dark near the Mail Gate. All these
things will be lost in time, like the root partition last week.
Helmut Waitzmann
2021-03-06 17:10:34 UTC
Permalink
Post by Thomas Orgelmacher
Post by Helmut Waitzmann
Es ist immer schwierig bis unmöglich, aus einer «root»‐Umgebung
heraus ein Programm unter der Kennung eines an einer grafischen
Sitzung eingeloggten Anwenders so zu starten, dass es Teil der
grafischen Sitzung wir
#!/bin/sh
export DISPLAY=:0.0 # oder welches Display es auch immer sein soll
export XAUTHORITY=/home/<user>/.Xauthority
thunderbird &
Und starte es mit
su - <user> <skript>
Damit ist es nicht getan.  Alexander beschreibt in seinem Beitrag


Subject: cron und grafische Anwendungen
From: Alexander Goetzenstein <***@web.de>
Newsgroups: de.comp.os.unix.shell
Date: Sun, 21 Feb 2021 00:25:22 +0100
Message-ID:
<efa1c7f6-04bc-d4e1-5213-***@alexander-goetzenstein.my-fqdn.de>

seinen gescheiterten Versuch, bei seinem Desktop‐System so
vorzugehen, wie Du vorschlägst.
Thomas Orgelmacher
2021-03-06 19:41:44 UTC
Permalink
Post by Helmut Waitzmann
Damit ist es nicht getan.  Alexander beschreibt in seinem Beitrag
Nichts davon trifft in diesem Fall zu.


Gruß, Thomas
--
I have seen things you lusers would not believe. I've seen Sun
monitors on fire off the side of the multimedia lab. I've seen
NTU lights glitter in the dark near the Mail Gate. All these
things will be lost in time, like the root partition last week.
Thomas Orgelmacher
2021-03-06 19:51:18 UTC
Permalink
Post by Thomas Orgelmacher
Post by Helmut Waitzmann
Damit ist es nicht getan.  Alexander beschreibt in seinem Beitrag
Nichts davon trifft in diesem Fall zu.
Davon ganz abgesehen: Thunderbird hat ein paar SQLites offen und
die verkraften das ganz ohne Probleme, wenn sie offen gesichert
werden (langjährige Erfahrung). TB macht da tonnenweise fsyncs und
den Rest bekommt SQLite wieder gerade.
Ich würde ihn für eine Sicherung gar nicht beenden.


Gruß, Thomas
--
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NTU lights glitter in the dark near the Mail Gate. All these
things will be lost in time, like the root partition last week.
Helmut Waitzmann
2021-03-06 23:16:31 UTC
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Post by Thomas Orgelmacher
Post by Helmut Waitzmann
Damit ist es nicht getan.  Alexander beschreibt in seinem Beitrag
Nichts davon trifft in diesem Fall zu.
Dein Vorschlag enthält das Shell‐Kommando


export XAUTHORITY=/home/<user>/.Xauthority

Genau das hat Alexander versucht und dabei festgestellt, dass das
nicht funktioniert:  Der richtige Wert für die Variable «XAUTHORITY»
bleibt nicht konstant. 
fritz_s
2021-03-06 23:15:05 UTC
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Post by Thomas Orgelmacher
Es ist immer schwierig bis unmöglich, aus einer «root»?Umgebung heraus ein
Programm unter der Kennung eines an einer grafischen Sitzung eingeloggten
Anwenders so zu starten, dass es Teil der grafischen Sitzung wir
#!/bin/sh
export DISPLAY=:0.0 # oder welches Display es auch immer sein soll
export XAUTHORITY=/home/<user>/.Xauthority
thunderbird &
Und starte es mit
su - <user> <skript>
Echte Raketentechnik...
[...]
Vor allem, wenn XAUTHORITY schon gesetzt ist und bei neueren
Distributionen auf eine andere Datei zeigt:
e.g.:
echo $XAUTHORITY
/run/user/1000/xauth_Coygne
und bei jeder Anmeldung gibt es einen neuen Namen.
--
fs (***@gail.com)
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens. - Euripides
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