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Celal Dikici
2019-12-12 10:45:57 UTC
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Ja. Es ist eine komplett nutzlose bash-Erweiterung, da es keinen
irgendwie gearteten Vorteil gegen printf (ggf. in Kombination
mit »test -t 5«) bietet. Typisch GNU-Bloat eben. Besonders dumm
ist, daß »read -p« in der ksh etwas völlig anderes tut.
Da ich gerade mit dieser »read -p« hadere, wollte ich dich bitten,
ob du dir das hier mal anschauen könntest:

https://groups.google.com/d/msg/de.comp.os.unix.shell/rUO-kT4M72Q/ZoLQTGmNAAAJ
Andreas Kohlbach
2019-12-12 17:38:42 UTC
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^^^^^^^^^^^^
Post by Celal Dikici
Ja. Es ist eine komplett nutzlose bash-Erweiterung, da es keinen
irgendwie gearteten Vorteil gegen printf (ggf. in Kombination
mit »test -t 5«) bietet. Typisch GNU-Bloat eben. Besonders dumm
ist, daß »read -p« in der ksh etwas völlig anderes tut.
Da ich gerade mit dieser »read -p« hadere, wollte ich dich bitten,
https://groups.google.com/d/msg/de.comp.os.unix.shell/rUO-kT4M72Q/ZoLQTGmNAAAJ
Du hättest mit dem Antworten wirklich noch zwei Jahre warten können, um
20 Jahre voll zu machen. ;-)
--
Andreas
J***@fokus.fraunhofer.de
2019-12-12 21:39:07 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Du hättest mit dem Antworten wirklich noch zwei Jahre warten können, um
20 Jahre voll zu machen. ;-)
Naja, was mich interessieren würde ist ob jemand in den letzten 10 Jahren ein
Lebenszeichen von Gunnar Ritter gesehen hat.

Ich glaube, der war seit Ende 2006 nirgendwo mehr gesehen.
--
EMail:***@schily.net (home) Jörg Schilling D-13353 Berlin
***@fokus.fraunhofer.de (work) Blog: http://schily.blogspot.com/
URL: http://cdrecord.org/private/ http://sourceforge.net/projects/schilytools/files/
Christian Schneider
2019-12-12 22:43:46 UTC
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Post by J***@fokus.fraunhofer.de
Post by Andreas Kohlbach
Du hättest mit dem Antworten wirklich noch zwei Jahre warten können, um
20 Jahre voll zu machen. ;-)
Naja, was mich interessieren würde ist ob jemand in den letzten 10 Jahren ein
Lebenszeichen von Gunnar Ritter gesehen hat.
Ich glaube, der war seit Ende 2006 nirgendwo mehr gesehen.
Die letzte Aktivität von ihm war das Heirloom Project, aber das wird
jetzt von Carsten Kunze betreut. Auf der Homepage[1] steht allerdings
eine *@acm.org Adresse von Gunnar. Wahrscheinlich f0rken er und Robin
grad das Darknet.

[1] <http://heirloom.sourceforge.net/index.html>
--
{ \|/ ______ \|/ Access denieded | Christian 'strcat' Schneider }
{ "@' / , . \ `@" Nah Nah Nah :p | http://www.strcat.de/ }
{ /__| \____/ |__\ | http://www.strcat.de/blog/ }
{ \___U__/ | http://strcat.de/chris.gpg }
J***@fokus.fraunhofer.de
2019-12-13 10:22:22 UTC
Permalink
Naja, was mich interessieren würde ist ob jemand in den letzten 10 Jahren ein
Lebenszeichen von Gunnar Ritter gesehen hat.
Ich glaube, der war seit Ende 2006 nirgendwo mehr gesehen.
Die letzte Aktivität von ihm war das Heirloom Project, aber das wird
jetzt von Carsten Kunze betreut. Auf der Homepage[1] steht allerdings
grad das Darknet.
Hast Du für die Aussage mit Carsten Kunze einen Beleg?

Von den ganzen Dingen, die man in "heiloom" findet sind ja eigentlich nur 2
wirklich von Interesse:

- "nail", das wird seit einiger Zeit an anderer Stelle von
Steffen Nurpmeso bearbeitet

- "troff", da weiß ich nicht was da läuft. Hier wäre ich an einer
Weiterentwicklung (für SchilliX) interessiert, habe aber aktuell keine
Zeit.

Kannst Du sagen, woran Carsten Kunze arbeitet?


Ansonsten ist mein Eindruck, daß schon nach Mitte 2006 eigentlich nichts mehr
wirklich passierte und viele der Programme wurden auch nur 1-2 Monate
bearbeitet wurden, nachdem sie von OpenSolaris (oder teilweise von Caldera)
übernommen wurden.

Generell fällt mir ein:

- Der Bourne Shell ist nicht wirklich portabel, ist nicht mehr Original
und kann daher auch nicht als Referenz verwendet werden, wird aber auch
nicht sinnvoll weiterentwickelt.

Mein Bourne Shell Projekt läuft seit Dezember 2006 und hat neben der
POSIX Unterstützung, einer massiven Geschwindigkeitssteigerung, die ihn
bis auf unter 5% an den schnellsten Shell (die ksh93 Variante, die in
OpenSolaris integriert ist) herankommt und vielen Bugfixes (teilweise
zu Bugs, die seit 1979 drin waren) eine Kompilationsvariante (obosh),
die 100% kompatibel zu der letzten OpenSolaris Version ist. Die
Codebasis hat sich seit dem mehr als vervierfacht.

- Mit seiner Version von SunPro Make hat er zwar belegt, daß der Code
dabei war, mit dem man parallele Kompilation durchführen kann, wenn man
diverse #ifdefs modifiziert, aber seine Version von SunPro Make ist so
fehlerhaft, daß damit die OpenSolaris Kompilation nach weniger als
5 Minuten komplett abbricht.

Mein SunPro Make ist (mit Ausnahme der Unterstützung der Sun Grid
Engine) voll funktionsfähig und wird bei SchilliX-ON als Ersatz
des Closed Source SunPro Make binaries aus dem Sun Kompiler verwendet.
Die portable Variante in den Schilytools geht fast überall und kann
daher vermeiden, daß wieder jemand der OpenSolaris Cross-kompilieren
will (wie es bei der ARM Variante für den Odroid C2 passierte) die
Makefiles alle auf gmake umstellt und dann die Rück-Integration in die
Hauptentwicklung verhindert.

Hier gab es auch Bug-Fixes zu Dingen, die seit 20 Jahren in der
Sun Variante als ärgerlich bekannt sind.

- SCCS ist nie ausreichend an die Eigenheiten der glibc auf Linux
angepaßt worden und hat mindestens dort daher Probleme.

Mein SCCS wird seit 13 Jahren ständig weiterentwickelt, also seit dem
ich Anfang Dezember 2006 erreicht hatte, daß Sun es unter OSS stellt.

Die Codebasis hat sich seit dem fast vervierfacht, die Geschwindigkeit
hat sich seit dem verdreifacht.
--
EMail:***@schily.net (home) Jörg Schilling D-13353 Berlin
***@fokus.fraunhofer.de (work) Blog: http://schily.blogspot.com/
URL: http://cdrecord.org/private/ http://sourceforge.net/projects/schilytools/files/
Christian Schneider
2019-12-13 11:55:57 UTC
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Post by J***@fokus.fraunhofer.de
Naja, was mich interessieren würde ist ob jemand in den letzten 10 Jahren ein
Lebenszeichen von Gunnar Ritter gesehen hat.
Ich glaube, der war seit Ende 2006 nirgendwo mehr gesehen.
Die letzte Aktivität von ihm war das Heirloom Project, aber das wird
jetzt von Carsten Kunze betreut. Auf der Homepage[1] steht allerdings
grad das Darknet.
Hast Du für die Aussage mit Carsten Kunze einen Beleg?
Auf <https://utroff.org/> steht das es einige Zeit von ihm betreut wurde
und er ist ebenfalls als Maintainer bei den PKGs von NetBSD[1]
angegeben. In <https://fossies.org/linux/mandoc/NEWS> taucht sein Name
im Release 1.14.2 auf (Juli 2017).
Ob - und wenn ja an was - er aktiv arbeitet, weiß nur er. Ich habe weder
von ihm, noch von Gunnar und auch von Robin schon seit Jahren nichts
mehr gehört.

[1] <http://pkgsrc.se/textproc/heirloom-doctools>
--
{ \|/ ______ \|/ Access denieded | Christian 'strcat' Schneider }
{ "@' / , . \ `@" Nah Nah Nah :p | http://www.strcat.de/ }
{ /__| \____/ |__\ | http://www.strcat.de/blog/ }
{ \___U__/ | http://strcat.de/chris.gpg }
J***@fokus.fraunhofer.de
2019-12-13 13:04:23 UTC
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Post by Christian Schneider
Hast Du für die Aussage mit Carsten Kunze einen Beleg?
Auf <https://utroff.org/> steht das es einige Zeit von ihm betreut wurde
und er ist ebenfalls als Maintainer bei den PKGs von NetBSD[1]
OK, dann scheint er ja im Wesentlichen an troff zu arbeiten. Vielleicht habe
ich mit ihm mal vor 2 Jahren in Chemnitz auf dem Linux Tag gesprochen.
Post by Christian Schneider
angegeben. In <https://fossies.org/linux/mandoc/NEWS> taucht sein Name
im Release 1.14.2 auf (Juli 2017).
jetzt bin ich aber verwirrt. Mandoc ist doch ein aus meiner Sicht unsinniger
Konkurrent, denn die Software ist mahr als 3x größer als das komplette UNIX
Text-Subsystem, kann aber viel weniger als troff.
Post by Christian Schneider
Ob - und wenn ja an was - er aktiv arbeitet, weiß nur er. Ich habe weder
von ihm, noch von Gunnar und auch von Robin schon seit Jahren nichts
mehr gehört.
[1] <http://pkgsrc.se/textproc/heirloom-doctools>
Also ich werde vielleicht mal versuchen ihn zu kontaktieren.
--
EMail:***@schily.net (home) Jörg Schilling D-13353 Berlin
***@fokus.fraunhofer.de (work) Blog: http://schily.blogspot.com/
URL: http://cdrecord.org/private/ http://sourceforge.net/projects/schilytools/files/
Christian Schneider
2019-12-13 13:54:54 UTC
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Post by J***@fokus.fraunhofer.de
Post by Christian Schneider
Hast Du für die Aussage mit Carsten Kunze einen Beleg?
[...]
Post by J***@fokus.fraunhofer.de
Post by Christian Schneider
angegeben. In <https://fossies.org/linux/mandoc/NEWS> taucht sein Name
im Release 1.14.2 auf (Juli 2017).
jetzt bin ich aber verwirrt. Mandoc ist doch ein aus meiner Sicht unsinniger
Konkurrent, denn die Software ist mahr als 3x größer als das komplette UNIX
Text-Subsystem, kann aber viel weniger als troff.
Wird wahrscheinlich aus den gleichen Gründen /weiterentwickelt/ wie
diverse andere Applikationen (die 23. Shell, der 42. Editor, die 728.
Linuxdistribution, .. ): "Weil ich das will und because fuck you.. thats
why!". In manchen Sachen sind Developer wie Katzen.
--
{ \|/ ______ \|/ Access denieded | Christian 'strcat' Schneider }
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{ /__| \____/ |__\ | http://www.strcat.de/blog/ }
{ \___U__/ | http://strcat.de/chris.gpg }
J***@fokus.fraunhofer.de
2019-12-13 18:18:23 UTC
Permalink
Wird wahrscheinlich aus den gleichen Gründen /weiterentwickelt/ wie
diverse andere Applikationen (die 23. Shell, der 42. Editor, die 728.
Linuxdistribution, .. ): "Weil ich das will und because fuck you.. thats
why!". In manchen Sachen sind Developer wie Katzen.
Ja, mein Kater ist auch Workaholic und kommt erst zurück, wenn er das selbst
gesetzte Tagesziel (eine Maus) geschafft hat...
--
EMail:***@schily.net (home) Jörg Schilling D-13353 Berlin
***@fokus.fraunhofer.de (work) Blog: http://schily.blogspot.com/
URL: http://cdrecord.org/private/ http://sourceforge.net/projects/schilytools/files/
Christian Weisgerber
2019-12-12 22:32:34 UTC
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Post by J***@fokus.fraunhofer.de
Naja, was mich interessieren würde ist ob jemand in den letzten 10 Jahren ein
Lebenszeichen von Gunnar Ritter gesehen hat.
Ich glaube, der war seit Ende 2006 nirgendwo mehr gesehen.
Ich habe gerade nachgeschaut: Die letzte Heirloom-Release war Mitte
2007.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Celal Dikici
2019-12-16 15:23:54 UTC
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schön und gut das mit
den (die 23. Shell, der 42. Editor, die
und workaholic Katzen, aber könnt ihr eine Aussage treffen, wo das mit read -p so funktioniert (auf Linux), wie es auf ksh88 auf SunOS 5.10 normal funktioniert?

Auf https://github.com/att/ast/blob/master/CHANGELOG.md sehen wir, dass eine Aktualisierung ("14.05.25 +Replaces the -p option..., -p causes the read from a pipe.") gibt, was mein Problem lösen könnte, aber ich kann dem nicht so ganz trauen. Klappt das damit tatsächlich?


Grüße,
Celal

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